The Quatermass Xperiment

Wenn außerirdische Mächte von Astronauten Besitz ergreifen, verheißt es für den Wirt und die Menschheit wenig Gutes. Astronaut Victor Carroon kehrt nach dem einem Weltraumflug mit einem Fremdkörper zurück, der ihn allmählich zu einem Monster mutieren lässt.
Der erste Hammer Horror zeigt noch wenig der späteren Qualitäten, zu abgedroschen die Story, mit raren Spannungsmomenten ausgestattet. Hinzu kommt das wenig überzeugende Spiel der Darsteller, zudem wird auf eine Identifikationsfigur verzichtet. Weder stellt sich Mitgefühl für das Opfer der Mutation noch vermag Jack Warner als Kriminalbeamter die Zuschauer auf seine Seite ziehen.
Einzige sehenswert bleibt die Transformation des Astronauten, der zusehends Kontrolle über Körper und Geist verliert. Auch wenn das Quatermass Xperiment als Blaupause für viele nachfolgende Science Fiction- Filme diente und spätere Horrorfilme beeinflußte, ist das Werk schlecht gealtert.
Im Kontext der Hammer Filme fehlt hier noch der Witz und das Überdrehte, das die späteren Produktionen so interessant und liebenswert machten.

Quatermass Xperiment

The Angry Red Planet

Zweiter Film für den Monstermay. Klassisches Monster B-Movie, mit Anleihen an Klassikern wie The Thing from another World. Durchweg unterhaltsam, bis auf die langatmigen letzten 15 Minuten. In der Retrospektive unfreiwillig komisch, die wie eine Kreuzfahrt anmutet, inkl. Slipper und Pfeife im Raumschiff und nicht wie eine wissenschaftliche Expedition. Interessant aber die klare, fast pazifistische Botschaft. Das aggressive Vorgehen mit Maschete und Gewehr kommt bei den Marsbewohnern nicht allzu gut an und so legen sie den Menschen ans Herz doch nicht mehr wieder zu kommen.  Kurzweilige Unterhaltung mit ordentlichen Tricks, schlechten Darstellern, aber schöner Spannungskurve.

THE-ANGRY-RED-PLANET

All is lost

Nach “Gravity” nun der nächste Katastrophenfilm der sich um eine Diskussion des menschlichen Seins bemüht. Cuaron legte die Messlatte schon sehr hoch, sah den Menschen als Spielball der Naturgewalten, technisch hochgerüstet, formal als auch inhaltlich, mit Effekten gespickt und einer Protagonistin die nur mehr reagieren kann, die am Ende fast nackt, ohne technische Hilfsmittel verbunden mit Mutter Erde steht.
J.C. Chandors “All is Lost” verfolgt einen anderen Weg, mit gleichen Voraussetzungen und Zielen. Anstatt modernster Technik, erleidet Robert Redford auf seinem Segelboot Schiffbruch, kann sich nur mit provisorischen Hilfsmittel sprichwörtlich über Wasser halten. Doch auch er wird zum Spielball der Natur, wird seiner Technik immer weiter beraubt bis er allein im Wasser treibt. Beide Ursachen der Katastrophe sind menschlicher Natur, hier ein Satellit außer Kontrolle, dort ein Container der Redfords Yacht rammt und ein Loch hinein reißt. In beiden Filmen folgen den äußeren Katastrophen die kleineren Pannen die in immer bedrohlichere Szenarien münden.
Chandors nüchterne Herangehensweise, der fast vollständige Verzicht auf untermalende Musik, die Bildsprache die reduziert und ohne spekatuläre Kamerafahrten auskommt und natürlich das Spiel Redforrds der sich den Vorgaben anpasst und kaum eine Mine verzieht sei der Sturm noch so gewaltig oder die Schäden noch so groß. Reagierte Bullocks Charakter mit Panik, erscheinen die Turbulenzen die Redford erleidet fast alltäglich, seine Reaktionen sind rational, sachlich und überlegt. Nie stellt sich Panik ein. Und dennoch: trotz aller Überlegugen, trotz aller menschlichen Vernunft und Abgeklärtheit endet die Reise im Unausweichlichen.
Ein Fehler den Cuaron machte, in dem er Bullock eine kleine, unnütze Hintergundstory verpasste macht Chandor nicht. Kein Name, keine Dialoge, lediglich Hilferufe und ein Wutschrei. Die Reduzierung, weg von der Person, hin zum Lebewesen verdeutlicht die Misere in der er steckt. Jeglicher mögliche emotionale Ballast wird vermieden und somit weniger eine emotionale denn vielmehr eine intellektuelle Beziehung zur Figur hergestellt.
Die Wege sind ähnlich, die Reaktionen verschieden, doch ist das Ergebnis dasselbe. Die Natur bleibt immer Sieger. Der Mensch, trotz aller technischen Errungenschaften und des vermeintlichen Fortschritts kann nur verlieren. Und wird er gerettet (interessanterweise kämpft Frau bis zum Schluss und sei es noch so aussichtslos, der Mann hingegen gibt auf) dann nur durch glückliche Zufälle.

How To Train Your Dragon – Trailer 2

Vier Jahre nach dem ersten Teil, nun endlich der Nachfolger, der im Juni 2014 in den USA Premiere feiert. Hiccup ist vom Kind zum jungen Erwachsenen gereift, die Drachen sind bei den Wikingern eingezogen, doch lauern neue Gefahren. Die Zeit des Wartens scheint sich gelohnt zu haben, der Trailer sieht fantastisch aus, mit der bewährten Mischung aus Action und Charme.

Mega Shark is back

Nach Mega Shark nun endlich der Nachfolger. Mega Shark vs. Mecha Shark. Erinnert sowohl an Pacific Rim (to fight monsters, we created monsters of our own)
Pacifc Rim
als auch an Godzilla vs. Mechagodzilla.
mechagodzilla
Der Trailer sieht wie von The Asylum gewohnt billig, aber auch unterhaltsam aus. Immerhin wurde erneut der Hai versus Flugzeug Shot neu belebt.

Gravity

Ray Bradbury, der große Humanist unter den Science Fiction Autoren, der sich mehr für die Menschen und ihre Reaktionen auf fremde Welten, fremde Wesen und ihre Beziehungen untereinander interessiert, der seinen Protagonisten immer mit großen Zuneigung, wenn nicht Liebe begegnete, veröffentlichte in seinem Band “Der illustrierte Band” die Kurzgeschichte “Kaleidoskop”. Mehrere Astronauten treiben aufgrund eines Unglücks im All umher. Bradbury beschreibt die letzten Momente und ihre Konversationen. Ob Alfonso Cuarón und sein Sohn Jonas, der am Drehbuch mitschrieb, die Geschichte als Vorbild verwendeten ist nicht überliefert. Doch die Parallelen zu Bradbury selbst sind unübersehbar.
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