1987 war das Jahr des Predators. John McTiernan dreht schon mit seinem zweiten Spielfilm einen Klassiker, dazu mit dem (noch) unbegabten Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle. Ein Film der schon früh charakterisierte wie und was McTiernan auszeichnet. Actionfilme für Männer. Die Handlung meist unbedeutend und auf ein Minimum reduziert, die Figuren komplett holzschnittartig, Frauen spielen in zweierlei Hinsicht keine Rolle. Seine Regiarbeitern zeichnen vor allem Spannung, wohl dosierte und komprimierte Action aus. In Zeiten, in denen ein Spielberg die Waffen aus seinen Filmen retuchieren lässt und die Michael Bays dieser Welt nicht einmal halbwegs spannende Actionfilme zu drehen vermögen, sind McTiernans Arbeiten umso interessanter und natürlich weitaus unterhaltsamer.
Predator
Arnold im Dschungel, Arnold reibt sich mit Schlamm ein, Arnold verkloppt unsichtbare Aliens.
Die Hard
Bruce Willis' Coming Out als Actionheld, Rickman als deutscher Terrorist, verschmierte Unterhemden, Explosionen. Stilprägend.
Jagd auf roter Oktober
Ronald Reagens feuchter Traum: Russen und Amis, Phallussymbole, Atomwaffen, keine Weiber, aber wirklich gar keine. Geile Action, coole Sprüche (Geben Sie mir einen Ping, aber nur einen.). Scott Glenn, Sam Neill und Jefff Jones mit Bart.
Medicine Man
Ökogesülze, schon wieder im Dschungel, nur ohne Aliens.
Last Action Hero
Schwarzenegger nimmt sich selbst auf den Arm. Ein nerviges Kind hat schon Terminator 2 ruiniert. So auch hier.
Die Hard: With a Vengeance
Renny Harlin war zu doof für Teil 2, da musste McTiernan wieder ran. Toller Bösewicht, wunderbar absurde Story und Sam Jackson als bravoröser Sidekick.
Der 13te Krieger
Wikinger und Antonio Banderas schlagen sich mit bärenköpfigen Unmenschen herum. Leider kein echter McTiernan, Michael Crichton durfte den Film verstümmeln. Dennoch eine große Empfehlung für den nächsten Abenteururlaub in Norwegen.
Die Thomas Crown Affäre
Weit besser als das Original, grandioser Brosnan trifft toughe Rene Russo. McTiernans leichtfüssigster Film, der sich ausnahmsweise voll auf seine Darsteller verlässt und auf ganzer Linie gewinnt.
Rollerball
Weitaus schlechter als das Original. Eine Frechheit der Film.
Basic
Travolta gegen Sam Jackson. Vespricht mehr als er hält. Leidlich spannend ohne weiter erwähnenswert zu sein. McTiernans Kammerspiel-Beitrag.