Kai von DigitalRev macht mal den frühen Vogel und ging um 4 Uhr morgens raus auf Hongkongs Straßen um die ersten Stunden der Stadt zu dokumentieren. Schönes kleines Video zur Street-Fotografie.
Uffpasse! Philipp Kohl dokumentierte die WM 2010 im Mannheimer Stadtteil Jungbusch. Jungbusch hat einen Migrationsanteil von ca. 2/3, die Arbeitslosenquote liegt bei 20%, man sollte nun meinen, dass der Stadtteil genügend Reizpotential liefert. Die Kriminalität ist trotz allem recht niedrig und das spiegelt sich auch bei einem WM-Turnier wider. Vor diesem Hintergrund scheint Kohls Reportage besonders interessant. Kinostart ist der 02.06.2011. Guck eh mol.
Leonard Nimoy als alternder "Dude" der sich durch den Tag slackert, die Nachbarn anpöbelt, ins Waschbecken pinkelt, Kinder verscheucht, inkl. William Shatner im TV. Super klasse. Ich habe Tränen gelacht.
Nun gut, ich mag Tom Hanks nicht, über Schreckschraube Julia Roberts brauchen wir wohl nicht diskutieren, aber dieser Trailer beinhaltet alles was am Mainstream-Hollywood verachtenswert ist. Die x-te dümmliche "du kannst alles schaffen, wenn du nur willst" und "es ist nie zu spät dein Leben zu ändern" Story, inklusive Szenen die Motorroller beinhalten die ruckartig lospreschen und Menschen die vor Türspionen rumhampeln. Furchtbar.
Pierce Brosnan als charismatischer Prediger Dan Day, der in einer US-Kleinstadt sein Unwesen treibt, Greg Kinnear gibt einen seiner Jünger, dessen "Glaube" in Frage gestellt wird, als er ein Verbrechen beobachtet, das Day in Auftrag gab. Nebenbei hat er auch noch Frauenprobelme, die sich Jennifer Connelly und Marisa Tomei nennen. Und Ed Harris spielt auch noch mit. Was für eine irre Story und was für ein grandioser Cast.
Die Tierhorrofilme der 50er Jahre zeichneten sich vor allem durch ihre Monstrositäten aus, hervorgerufen durch Außerirdische oder verunglückte Elemente, in den 70ern standen die Auswirkungen auf die Umwelt im Vordergrund, oft genug erhöhte sich nun schlicht die Masse der bedrohenden Tiere. "Black Water" bietet nun einfach ein ziemlich schlecht gelauntes Krokodil. Lee, ihr ältere Schwester Grace und deren Ehemann Adam beschließen auf ihrem Urlaubstrip, in den Mangroven Nord Australiens Angeln zu gehen. Tief in den Wäldern, mit ihrem Führer Jim, in einem kleinen Motorboot greift sie unverrichteter Dinge ein Krokodil an, bringt das Boot zum kentern und greift sich Jim gleich mal als Vorspeise. Die drei können sich in letzter Sekunde auf einen Baum retten. "Black Water" bietet Tierhorror der gehobeneren Art. Eine stimmige Auseinandersetzung von Großstädtern mit ungezügelter Natur, die an "Southern Comfort" erinnert. Beraubt jeglicher technischer Errungenschaft (Mobiltelefon, Mückenspray) blieben Bonuskarten für den Coffeeshop, versuchen die drei einen Weg aus dem Sumpf zu finden. Das Krokodil als Repräsentant einer fremden und feindlichen Umwelt, die keine Fehler zulässt, nur auf das Recht des Stärkeren beruht. Das Regisseuren-Duo David Nerlich und Andrew Traucki setzten ganz auf die visuelle Kraft des Sumpfes. Wasser und Bäume. Gefahr und Sicherheit. Die Drohkulisse die das Wasser widerspiegelt, die feindliche Umgebung in der jede Hilfe, jedes Motorengeräusch durch einen schrillen Vogellaut erwidert wirkt kann vollends überzeugen. Lediglich das nicht gänzlich stringente Ende, das fast alle vorherigen Behauptungen über Bord wirft enttäuscht ein wenig, dies mag wohl den "based on real events" geschuldet sein.
Jacques ist kein Menschenfreund, als Besitzer einer heruntergekommenen Bar, behandelt er seine Kunden schlecht, hat weder Freunde noch Familie, dafür aber Herzprobleme, Lucas wiederum ein naiver, grundgütiger Obdachloser, der unter einer Brücke in einem selbstgebauten verschlag aus Kartons lebt. Beide finden als Bettnachbarn im Krankenhaus zueinander, Jacques nimmt Lucas unter seine Fittiche in der Hoffnung einen Nachfolger für seine Bar gefunden zu haben, versucht ihm die zu guten Manieren und seine Freundlichkeit aufzutreiben, allerdings mit mäßigem Erfolg. Die Dinge ändern sich, als Lucas eine Frau aufnimmt und das schon fragile Verhältnis erneut in Frage stellt. Zynische Zeitgenossen würden Regisseur Dagur Kari in bestem nazideutsch Gutmenschentum unterstellen, bezieht er doch klar Stellung zwischen seinen beiden Figuren, die er fernab von Stereotypen agieren lässt. Mit großem Witz lässt er die beiden Welten aufeinander prallen, in der einen Ecke Brian Cox als missmutiges Ekel, der nur nach seinem Vorteil strebt, in der anderen Paul Dano als gutmütiger Loser. Unschwer abzusehen, dass beide zueinander finden, jeder vom anderen ein Stückchen annimmt, doch ist der Weg dorthin ungemein unterhaltsam. Das liegt vor allem an dem, wie immer famosen Brian Cox und dem fast stoisch agierenden Paul Dano, beide bieten eine Präsenz die sofort Aufmerksamkeit erzeugt. Zugleich bietet die düstere Bar, mit ihren verschrobenen Gästen eine unmittelbar heimelige Atmosphäre in der man sich, zumindest als Zuschauer wohl fühlt. Kari bietet ein Essay über das Gute im Menschen, über unerwartete Zusammenhänge und skurrile Personen, in all denen er grundsätzlich das Gute, das Liebenswerte findet, verpackt in stimmungsvolle Bilder ohne jemals in kitschige Gefilde abzudriften. Wer noch ein Herz besitzt, darf hier gerne vorbei schauen.
Großer Squeee-Alarm! Zooey Deschanel bekommt
mit "New Girl" nun auch ihre eigene Serie. Als verlassene Lehrerin im großen New York und in einer post-pubertären WG kann sie ihren ganzen Wahnsinn verbreiten. Lediglich die Nebenrollen erscheinen mir noch ein wenig lahm. Aber egal. Squeeee!