Die Namen sind hier auch Programm: während Noble ein selbstgefälliges, sexsüchtiger aber einsamer Lebemann ist, geht bei Danny Wright

fast alles schief, was schief gehen kann. Beruflich steht er vor dem Abgrund, kurz vor dem Abflug fällt nun auch noch eine Tanne in seine Küche. So bleibt er einfach der mittelmäßige und vor allem langweilige Geschäftsmann. Danny ist offensichtlich so fasziniert von Julian und dessen Profession (Vermittler von Todesfällen), daß sich beide anfreunden. Nachdem sich die Wege der beiden trennten, verlief für Danny nun alles reibungslos, das Haus bleibt ganz, das Geschäft läuft gut. Ganz im Gegensatz zu Julian. Dieser fühlt sich zunehmend ausgebrannt, säuft wie ein Loch, zittert sobald er ein Gewehr anfasst, vermasselt nun auch noch einen Job, so dass er von seinem Auftraggeber eine letzte Chance bekommt. Die er natürlich in den Sand setzt. So steht Julian nun vor Dannys Haustür und bittet ihn ihm bei einem letzten Job zu helfen, da er sonst bald selbst zu einem Todesfall vermittelt wird.
Brosnan liefert die beste Leistung seiner Karriere ab und vereint Remington Steele, den Schneider von Panama und James Bond, wobei er auf alle Charaktere persifliert. Und das schafft er grandios. Nicht nur, daß Mord und Margaritas das klassische Auftragskiller Genre auf den Kopf stellt, auch der Akteur wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Julian Noble ist weit entfernt von klassisch coolen Hitman, ebenso

vergnügt er sich, anders als Bond nicht mit schönen Frauen, eher interessieren ihn minderjährige Griechinnen oder Mexikanerinnen.So gibt Brosnan seiner Figur die nötige Tiefe und auch ein Stück Realismus, gepaart mit einer Portion Mitleid den der Zuschauer empfindet. Neben ihm überzeugt, wie fast immer Greg Kinnear als öder Mittelkasse Amerikaner der Faszination des Schrägen und Exotischen erliegt.
Das Einzige was dem Film an manchen Stellen fehlt, ist ein gewisses Tempo, gerade bei der Erledigung des letzten Auftrages wird mit angezogener Handbremse agiert, die auch viel zu schnell gezogen wurde. Hier hätte man sich gerne, vielleicht auch als Reminiszenz an die originären Vorlagen, eine ausführlichere Handlung des Jobs gewünscht. Grundsätzlich ist die Umsetzung leider etwas konventionell geraten, mit ab und an sinnlosen Schnitten oder auch Parallelmontagen die so gar nicht nötig gewesen wären. Auch greifen nicht immer alle Gags (ein beim korpulieren störenden Hund – vorzugsweise Pekinese oder Yorkshire-Terrier – ist nun leider so witzig wie ein nasser Hund im Wohnzimmer), ebenso sollte nun endlich verboten werden Tom Jones’: it’s not unusual in filmen zu verwenden.
Alles in allem: ein spassiger, bisweilen fast galliger Film, der in erster Linie von Brosnans Darstellung lebt.