Deathgasm

Death to fake metal!

Brodie ist die Art Schüler die von Ferris Bueller gemobbt worden wäre: Heavy Metal-Fan, schlacksig, Kuttenträger, lange Haare. Als Loser freut er sich natürlich als er die Noten zur „Black Hymn“ in die Gitarrenfinger bekommt, vesprechen diese doch unendliche Macht. Klappt natürlich nicht, stattdessen wird ein Demon beschworen, der die Ankunft Satans vorbereiten soll. Ganz nebenbei werden alle Menschen zu blutrünstigen Monstern.
Wenn sich Special Effects Experten auf den Regiestuhl schwingen kommt dabei meist nichts vernünftiges raus. Zu sehr liegt der Fokus eben auf den Effekten, doch Jason Lei Howden weiß sich zu zügeln, bietet weit mehr als ein tumbes FX-Feuerwerk.
Und ja, das Blut spritzt in Hunderten von Litern, die Effekte sind schön handgemacht, die Eingeweide quellen nur so hervor, es ist eine helle Freude für den Splatterfreund.
Doch damit nicht genug. Howden beweist ein Händchen für Situationskomik, die den Film über den Durchschnitt heben. Bei weitem zündet nicht jeder Gag, doch überdurschnittlich viele, gerade die Seitenhiebe auf die Metalszene sind detailiert und zeugen von Kenntnis des Sujets.
Die Darsteller sind nicht sonderlich talentiert, die Story unausgegoren, all das stört aber nicht. Howden legte so viel Liebe und Leidenschaft in seinen Erstling, der vor allem für Metalheads ein Fest ist.