Hereditary

Irgendwo da drin ist vielleicht sowas wie ein guter, wie ein interessanter Film. Das Endprodukt wie es vorliegt ist es nicht.
Es hätte ein Film über Verlust, über Verlustängste werden können, über Trauer und Verarbeitung. Wurde es nicht.
Ari Aster begnügt sich mit banalem Budenzauber, hat wohl selbst keine Idee was er eigentlich erzählen will.
Sind die Figuren noch stringent zueinander aufgebaut, ihr Verbindungen untereinander sind wirklich schön ausgearbeitet, vor allem Toni Colettes als Mutter die immer mehr einem vermeintlichem Wahn anheim fällt ist brillant gespielt und auch geschrieben. Dennoch stellt sich nie Empathie ein. Am ehesten noch für die kleine Tochter, die aber recht schnell den Kopf verliert.
Natürlich ist der Blick von außen gewollt, schon in der Eingangszene wird klar, man wohnt einem Schauspiel zu, das von höheren Mächten gesteuert wird.
Diesen Graben kann Aster nicht überbrücken.
Dazu ist seine Regie zu inkonstistent, er lässt Colette in Rage geraten um im nächsten Moment die Emotionen wieder einzufangen und sie so verpuffen zu lassen.
Es bilden sich einige eindrückliche Szenen, aber das richt bei weitem nicht für einen interessanten Film.
Die Frage die sich von beginn an stellt und auf die Aster keine Antwort gibt: Was will er mir eigentlich erzählen?
(Ann Dowd spielt mit, man ist also gewarnt, schließlich ist sie eine Garantie für banale Horrorfilmchen)