Ice
Age entwickelt sich allmählich zu einem der erfolgreichsten
Franchises der letzten Jahrzehnte, insgesamt konnten Sid, Manfred und
Diego bislang knapp 2 Milliarden Dollar einspielen. Und das durchaus zu
recht, boten die bisherigen filme doch kurzweilige Unterhaltung die
sich nicht durch eine allzu oberflächliche Inszenierung
auszeichneten, spendierte Regisseur Carlos Saldanha seinen Figuren
doch genug eigenständigen Charakter und erschuf mit dem
Säbelzahneichhörnchen Scrat eines der besten Sidekicks im
Animationsgenre.
Für
den zweiten Teil wurden gleich drei neue Charaktere eingeführt
und die Skepsis ob nicht zu viele Darsteller die Leinwand bevölkern
erwies sich als unbegründet, da auch Mammutdame Ellie und ihre
zwei hyperaktiven Opposumfreunde sich als Bereicherung erwiesen. Im
Dritten teil kommen nun nicht Dinosaurier ins Spiel, mit dem
furchtlosen Wiesel Buck wird erneut ein weiterer Protagonist
vorgestellt. Das
ist wohl auch das Geheimnis der Reihe: immer neue Figuren zu
präsentieren. Es scheint als könnte man Sid, Diego, Manfred
kaum noch neue Aspekte zufügen, Manfred als treusorgender
Familienvater, Diego als Draufgänger und Sid gibt den Tolpatsch.
Eine Entwicklung, würde auch diesen gut tun, in welche Richtung
auch immer.
Wie
in den vorangegangen Teilen spielt Familie die entscheidende Rolle.
Nach Suche und Gründung steht nun der Nachwuchs in Mittelpunkt.
Nicht nur, dass Ellie schwanger ist, findet Sid gleich drei
Dinosaurier-Eier die natürlich schlüpfen und ausgerechnet
ihn zur Mutter erwählen. Kaum taucht die vermeintlich
ausgestorbene leibliche Mutter auf schnappt sie sich ihre Jungen samt
Sid und trägt sie in eine Welt unter den Eis in der die
Dinosaurier vom Aussterben bislang verschont wurden. Was eine gute
Familie ist, bleibt natürlich nicht untätig und so brechen
Ellie, Manni, Diego und die beiden Opossums auf um das Faultier zu
retten.
Dawn
of the Dinosaurs zieht seinen Reiz aus komplett aus Tempo und
(Dialog)witz, mit wieder mal kleinen Verweisen auf Filmklassiker
(Moby Dick), auch wenn der Handlung ein wenig mehr Ironie gutgetan
hätten, um nicht zu sehr auf (wenn auch in geringem Maße)
auf das kindliche Publikum zu schielen. Getragen wird Ice Age 3 fast
ausschließlich von Buck, der nicht nur im Klinsch mit einem
Dinosaurier liegt, nun auch noch helfen muss Sid zu finden, und Scrat
der sich von der Suche nach Nüssen, auf die Suche nach einem
Weibchen verlegt und nun auch ein wenig mehr Leinwandzeit bekommt.
Fast
zwangsläufig wurde in 3D produziert, Saldanha setzt die neue
Technik zwar plakativ aber erfreulich zurückhaltend ein, so dass
das Abenteuer auch in 2D funktioniert.