Tierhorror bedient sich meist bei den eh schon gefährlichen Tieren: Schlangen, Krokodile, Haie, Spinnen etc, die entweder besonders groß, giftig oder mutiert daherkommen, ein Umstand der natürlich Abnutzungserscheinungen hervorruft.
Paul Campion, der als Texture painter bei Herr der Ringe, X-Men 3 und Sin City fungierte, fügt in seinem Kurzfilm endlich zusammen, was zusammen gehört: kleine drollige Nager, die von Dämonen besessen sind. Heraus kamen 15 sehr unterhaltsame Minuten, in denen das Blut spritzt, die Hamster fliegen und knurren und ein Ende, geradezu nach eine Fortsetzung schreit.
Viel Spaß beim "Furry Death on Four Tiny Stumpy Feet."
Das Erstlingswerk von E. Elias Merhige, der 2000 die wunderbare Hommage an F.W. Murnau drehte, zu beschreiben fällt recht schwer. Formal beschränkt sich der Film auf grobkörnige schwarz-weiß-Aufnahmen, deren Inhalt sich, dank fehlender Dialoge, kaum erschliesst. So gebiert "God Killing Himself", der sich selbst verstümmelt die "Mother Earth", die sich mit ihrem Sohn "Son of Earth" durch eine Wüste schleppt um von Menschen oder menschenähnlichen Kreaturen abgeschlachtet zu werden. Martialisch, archaisch und kompromisslos beschreibt Merhige unbändige Gewalt und auch deren fast unausweichliche Erotik. Diese physische Komponente der Gewalt wurde seitdem kaum noch erzeugt, sieht man von Marshalls "The Descent" einmal ab, ohne Umwege gelangen die Auswirkungen auf die Seele des Zuschauers, der damit komplett allein gelassen wird, keine Hilfestellung, keine Auflösung oder gar Definition liefert Merhige. Der Vergleich zu Stan Brakhages Werken drängt sich gerade zu auf, dennoch geht Begotten einen Schritt weiter, verweigert sich jeder möglichen Interpretation und bietet auch keine Halt in einer angenehmen Bildsprache. "Time"-Kritiker Richard Corliss bezeichnete begotten als "Rorschach test for the adventurous eye". Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.
Vor Jahren besorgte ich mir die DVD für teuer Geld auf ebay, inzwischen ist der Film auch bei Youtube zu sehen, dennoch empfehle ich, diesen nicht am Computer und in einzelnen Stücken anzuschauen, die Wirkung "Begottens" entfaltet sich nur am Stück und in dunklen, einsamen und geschlossenen Räumen.
Alkohol gehört zum Leben und zum Film wie kaum ein zweites Accessoire. Aber ein Film der das alkoholische Getränk in den Mittelpunkt stellt war bisher nicht zu finden. Jack (Thomas Haden Church) und Miles (Paul Giamatti) könnten unterschiedlicher kaum sein, Jack der das Leben von der leichten Seite nimmt, unbeschwert durchs Leben geht, aber auch ein wenig oberflächlich daherkommt und Miles, der sein eintöniges Leben in gutem Wein, vorzugsweise Pinot Noir, ertränkt. Was beide vereint ist die Unfähigkeit ihr berufliches oder privates Leben zu ordnen. Kurz vor Jacks Hochzeit beschließen sie nun, dies gebührend mit einer Reise ins Santa Barbara County zu feiern. Jack stürzt sich auf die ledige Damenwelt und Miles versucht sich mit gutem Wein einzudecken, beides gelingt natürlich nur unzureichend.
Stephen Sommers galt Ende der 90er Jahre mit seinen Arbeiten "Deep Rising" (Octalus) und "The Mummy" zumindest als kleine Regiehoffnung, der es verstand unterhaltsame Actionfilme zu realisieren, die in ihrer teilweise parodistischen Art auf die Abenteuerfilme der 80er Jahre verwiesen. Die Jahrtausendwende brachte zwar kein globales Chaos zustande, aber Sommers verlor seitdem dieses Talent und drehte mit den Sequels zur Mumie und "Van Helsing" gleich drei unterirdische Filme, die alles vermissen ließen was einen nur halbwegs annehmbaren Abenteuerfilm ausmacht. Witz, Spannung, Action und zumindest sympathische Charaktere.
Nachdem Ben Stiller 2001 mit Zoolander die Modebranche aufs Korn nahm, war sieben Jahre später das Actiongenre, genauer den Vietnamfilm (das noch einzige uramerikanische Genre) an der Reihe. Dazu holte er sich mit Jack Black und Robert Downey Jr. zwei kongeniale Partner mit ins Boot, wobei letzterer dem Ensemble ein wenig die Schau stiehlt (von Tom Cruises bizarrem Auftritt mal abgesehen).
Ich bin ja ein großer Freund der Resident Evil-Reihe und hier nun endlich der Trailer zum vierten Teil (in unvermeindlichem 3D), bei dem (leider) wieder Anderson Regie führt, obwohl das Gespann Russell Mulcahy auf dem Stuhl und Anderson als Autor den bisher besten Teil ablieferten. Sieht sehr, wenn nicht schon zu stylish aus und die Matrix-Sequenz mutet seltsam an.
The Good Heart sieht aus wie die übliche Geschichte über zwei Menschen aus unterschiedlichen Welten die zufällig zusammen kommen und unfreiwillig voneinander lernen, wären da nicht Paul Dano, der immer grossartige Brian Cox und nach dem Trailer zu urteilen die lakonisch umgesetzte Story.