Jurassic World

Leider ohne Meersaurier, somit natürlich eine vertane Chance: Jurassic World.

Einerseits kurzweilig, mit einige Referenzen an das Original, aber auch hölzerne Charaktere und Darsteller ohne Charisma. Anstatt Pratt hätte man auch einen Baumstamm nehmen können und Jessica Chastain war nie egaler.
Neben dem Indominus Rex verblasst D’Onoforio als schäbiger Bösewicht. Somit drehte sich alles um den Ausbruch des bösen Dinos, der aber auch irgendwie egal war. Ja böse und tötet zum Spaß. Doch im Gegensatz zum T-Rex aus dem Original wird ihm wenig Liebe zuteil.

Verwundert hat mich die teilsweise Schlampigkeit der Produktion. Der Cutter gehört von Raptoren zerfetzt, eine Continutiy ist schlicht nicht vorhanden, es sei denn die haben auch das Beamen erfunden, da wird fröhlich durch den Park gespungen als wäre dieser gerade mal 1000 qm groß, die Raptoren sind eigentlich überall, wie sie von A nach B kommen: who cares?!
Das sind zumindest die wahren Hauptdarsteller: die Raptoren, die vom Wesen eher als Hunde ausgelegt waren, mit einem Gedächtnis, einer Aversion gegen bestimmte Menschen und natürlich der Bindung zu ihrem Alpha-Männchen.
Nur war die Screentime leider viel zu kurz um den Film zu retten, um mehr zu sein als 120 Minuten Unterhaltung deren Halbwertzeit diese Dauer nicht übersteigt.

Es bringt halt nichts Regisseure nach einem Indiehit ein 150 Millionen Dollar Budget in die Hand zu drücken.
Matt Reeves anyone? Josh Trank anyone?
Gareth Edwards anyone?
Es kommt nur seelenlose Massenware raus, was verständlich ist, wer will schon für einen
Flop verantwortlich zeichnen?