Wenn es eine Figur gibt die Jason Statham auf den Leib geschrieben ist ist es die des wortkargen
Einzelgängers der seinen illegalen Job schnell und sauber löst. Als dieser gelinkt wird, gilt es für „Parker“ Rache zu nehmen. Das ist der Plot, auch hier passend zu Statham. Kurz und schnörkellos. So eindimensional die Figur des Parker ist, versteht es Regisseur Taylor Hackford das Maximum an Charaktertiefe herauszuholen. Im Gegensatz zum fast übermenschlichen „Jack Reacher“, der so gut wie keine Fallhöhe besitzt, somit vor allem Stereotypen bedient wird „Parker“ zumindest mit ein wenig Melancholie und Verletzlichkeit ausgestattet. Dessen Vorbilder liegen in den Filmen eines Charles Bronson oder Lee Marvin und nicht in aktuellen Bonds oder Jason Bourne. „Parker“ weist einige Schwächen auf, sei es die fehlende Spannungskurve, Hackford nimmt zu viel Tempo raus, Jennifer Lopez' Figur ist so unnötig wie ein Kropf und es fehlen einfach die von Statham erwartbaren one-liner. Kein wirklicher Mangel, dennoch
fällt es auf. Dennoch ist es Stathams bester Film seit langem, weildie Action stimmt, weil er sich nicht komplett unterfordert fühlt und dies auch zeigt. Sollte der Erstling erfolgreich, wird mit einem Sequel zu rechnen sein und dies wäre mir weitaus lieber willkommen als ein erneuter „Jack Reacher“.
Russell Mulcahy mit erneut einem B-Movie der sich diesmal an den Film-Noir anlehnt.
Mit allem was dazugehört: Der femme fatale mit den roten Lippen, dem einsamen Helden, dem gesellschaftlich höher stehenden Bösewicht, dem Sarkasmus und den passenden one-linern.
Die ersten fünf Minuten sind das was man sich von Mulcahy erhofft und Lust auf Mehr machen: eine rasante Schießerei, die in einer Verfolgungsjagd mündet.
Das fügt sich formell alles gut zusammen, leider ohne allzu große Emotionen zu wecken. Zu distanziert agiert Thomas Jane in der Rolle des Malone, die Comicelemente nehmen Überhand, das ist schön anzusehen, ohne die Fallhöhe oder die Tragik des Film noir zu erreichen.
Selbst die geeignete Stimmung einzufangen gelingt Mulcahy diesmal nicht, seine große Stärke, in Highlander und Razorback zu bewundern, mit seinen stimmungsvollen und oft düsteren Bildern zur Atmosphäre beizutragen läuft hier völlig falsch. Der look entspricht eher dem eines TV-Formats als einem Leinwand füllenden Spielfilm. Und der Inhalt leider auch.
Ja der kleine, haarlose aus "Genial Daneben" und "Switch". Es soll hier gar nicht um seinen Humor oder sie Sendungen gehen, auch da mir Menschen mit einer guten Portion Selbstironie erst mal sympathisch sind. Zwei Interviews habe ich auf der Suche nach Podcasts gefunden und für gut befunden: Zunächst ein klassisches Interview für WDR 2 Montalk über Hoecker selbst, seinem Werdegang etc. Sympathisch und witzig, auch wenn der Moderator ein wenig nervt. Das ganze ist hier (direktlink) zu hören. Interessanter ist das Gespräch mit Hoaxilla. Über Verschwörungstheorien, Homöopathie, Däniken, Wissenschaft und Inselwissen. Unterhaltsam, kurzweiliger Ausflug zu den genannten Themen die Hoecker mit seinem erstaunlich breitem Wissen aufzufüllen weiß.
Was für ein toller Trailer. Die Erde ist dank eines Komets dem Untergang geweiht, Keira Knightley hilft Steve Carrell seine geflohene Frau zu finden. Seeking a Friend for the End of the World ist Lorene Scafarias Regiedebut, die schon das Script zu Nick und Norah schrieb. Das sieht einfach toll aus. In den Nebenrollen gesellen sich Patton Oswalt und Gillian Jacobs dazu! Da überhöre ich wohlwollend die Talking Heads.
Der Trailer mag schon etwas älter sein, ist aber trotzdem sehenswert. Liam Neeson als Überlebender eines Flugzeug Absturzes der sich gegen ein Rudel Wölfe zur Wehr setzen muss. Die armen Wölfe.
Vor gut 20 Jahren war die Welt der Elektronikeinzelhändler noch in Ordnung, diese gab es mehr oder minder zahlreich, in jeder Stadt einige Dutzende, die sich selten allzu große Konkurrenz machten, auch das Angebot an Produkten und Marken war durchaus überschaubar. Ein bisschen Philips, ein wenig Grundig oder Loewe. Ein Dutzend Fernsehgeräte, eine Handvoll Radios und Stereoanlagen. Die Preise waren hoch, lediglich mit dem Service konnten die Händler punkten. Bis Media Markt kam, der unterbot die Preise massiv, setzte auf Vielfalt und auf Kunden die wissen was sie wollten. Heute sieht sich Media Markt in einer ähnlichen Rolle. Zwar Marktführer, diese Position erobert durch penetrante Werbung, die lediglich den vermeintlich günstigen Preis in den Vordergrund rückte und dem falschen Image der günstigste Anbieter zu sein. Nun hat Media Markt das erste mal einen operativen Verlust hinnehmen müssen, Umsatzrückgänge, Preissenkungen, der Rückzug aus dem Frankreichgeschäft beförderten den aktuellen Negativtrend. Grund war natürlich die zunehmende Lust der Kunden ihre Einkäufe im Netz zu tätigen. Seit diesem Montag hat der größte Elektronikhändler Europas nun endlich auch einen online shop. Dieser sollte eigentlich schon vor Jahren starten, doch interne Streitereien bezüglich der strategischen Ausrichtung behinderten fast jegliches Engagement. Lediglich der Kauf von Redcoon letztes Jahr sorgte für eine Online-Shop-Präsenz. Media Markt, zusammen mit Saturn hat ca. 45.000 Artikel im Bestand, so könnte der potentielle Käufer auf ein ähnlich umfangreiches Sortiment wie bei Amazon hoffen. Für einen Konzern mit einem Umsatz von 15 Milliarden Euro ist der Shop ein schlechter Witz. Der Shop ist schlicht ein Menupunkt in der althergebrachten Webseite, die nun mit einer zusätzlichen Seitenleiste aufwartet, die sich in 9 Kategorien, von Computer über Handy bis Körperpflege aufsplittet. Insgesamt sind, grob überschlagen, ganze 2300 Artikel gelistet! Nochmals: der größte Elektronikhändler bietet gerade einmal eine kleine vierstellige Anzahl von Produkten zur Verfügung. Ein paar Beispiele die sich im Sortiment finden lassen: 2 Fotodrucker, 7 Tintenstrahldrucker, 6 Blu Ray-Player, 26 Smartphones, 9 Dampfbügeleisen. Die Mühe diese nun mit Amazon zu vergleichen mache ich mir erst gar nicht. Selbst kleinere Shops wie Cyberport, Mindfactory oder Alternate bieten ein vielfaches Mehr an Produktauswahl. Dass Media Markt eine vernünftige Suchfunktion erst gar nicht installierte verwundert nicht, wozu auch? Aber vielleicht können die Preise ja überzeugen. Kurz gesagt: Nicht im geringsten. Von schnell 10 ausgesuchten Artikeln war keiner der billigste am Markt (alles über Geizhals), im Vergleich zu bekannten und gut bewerteten Shop, lagen die Preise ca. 10 Prozent höher. Dazu kommen bei Media Markt auch noch Versandkosten von mindestens 4,99 Euro, Großgeräte schlagen mit zusätzlichen 34,90 Euro zu Buche. Konkurrenzfähig ist das nicht. Der Verweis auf eine Abholung im nahegelegenen Media Markt zeugt von einer Haltung, die das Internet nicht verstanden hat. Wenn ich im Netz etwas bestelle, erwarte ich eine Lieferung, nicht nur bis zu Bordsteinkante, eventuell auch noch einen Anschluss und will es eben nicht einem stationären Geschäft abholen, schon gar nicht zu einem höheren Preis. Die online-Strategie, so sich denn eine als existent erweist ist vorerst gescheitert. Zu wenige Produkte zu hohen Preisen. Das mag für den offline-Käufer funktionieren, aber nicht für den informierten online-Kunden.
Noch 6 Tage bis zu den Nominierungen der Oscars. Zur Einstimmung zwei kleine Promo-Clips aus Modern Family, die für die 2010er und 11er Veranstaltungen gedreht wurden. Have fun.