Ja der kleine, haarlose aus "Genial Daneben" und "Switch". Es soll hier gar nicht um seinen Humor oder sie Sendungen gehen, auch da mir Menschen mit einer guten Portion Selbstironie erst mal sympathisch sind. Zwei Interviews habe ich auf der Suche nach Podcasts gefunden und für gut befunden: Zunächst ein klassisches Interview für WDR 2 Montalk über Hoecker selbst, seinem Werdegang etc. Sympathisch und witzig, auch wenn der Moderator ein wenig nervt. Das ganze ist hier (direktlink) zu hören. Interessanter ist das Gespräch mit Hoaxilla. Über Verschwörungstheorien, Homöopathie, Däniken, Wissenschaft und Inselwissen. Unterhaltsam, kurzweiliger Ausflug zu den genannten Themen die Hoecker mit seinem erstaunlich breitem Wissen aufzufüllen weiß.
Jörg Colberg bespricht hier ein sehenswertes Buch von Edmund Clark: "Guantanamo - When the Light Goes Out". Clarks Fotografien sind menschenleer, doch reicht ein Blick auf die Isolations- oder Verhörräume aus, um sich vorzustellen was dort geschah und immer noch stattfindet. Ich verweise auch auf Clarks Website "If the Lights go out" und auf das Dossier der ARD Mediathek "10 Jahre Guantanamo".
Vor gut 20 Jahren war die Welt der Elektronikeinzelhändler noch in Ordnung, diese gab es mehr oder minder zahlreich, in jeder Stadt einige Dutzende, die sich selten allzu große Konkurrenz machten, auch das Angebot an Produkten und Marken war durchaus überschaubar. Ein bisschen Philips, ein wenig Grundig oder Loewe. Ein Dutzend Fernsehgeräte, eine Handvoll Radios und Stereoanlagen. Die Preise waren hoch, lediglich mit dem Service konnten die Händler punkten. Bis Media Markt kam, der unterbot die Preise massiv, setzte auf Vielfalt und auf Kunden die wissen was sie wollten. Heute sieht sich Media Markt in einer ähnlichen Rolle. Zwar Marktführer, diese Position erobert durch penetrante Werbung, die lediglich den vermeintlich günstigen Preis in den Vordergrund rückte und dem falschen Image der günstigste Anbieter zu sein. Nun hat Media Markt das erste mal einen operativen Verlust hinnehmen müssen, Umsatzrückgänge, Preissenkungen, der Rückzug aus dem Frankreichgeschäft beförderten den aktuellen Negativtrend. Grund war natürlich die zunehmende Lust der Kunden ihre Einkäufe im Netz zu tätigen. Seit diesem Montag hat der größte Elektronikhändler Europas nun endlich auch einen online shop. Dieser sollte eigentlich schon vor Jahren starten, doch interne Streitereien bezüglich der strategischen Ausrichtung behinderten fast jegliches Engagement. Lediglich der Kauf von Redcoon letztes Jahr sorgte für eine Online-Shop-Präsenz. Media Markt, zusammen mit Saturn hat ca. 45.000 Artikel im Bestand, so könnte der potentielle Käufer auf ein ähnlich umfangreiches Sortiment wie bei Amazon hoffen. Für einen Konzern mit einem Umsatz von 15 Milliarden Euro ist der Shop ein schlechter Witz. Der Shop ist schlicht ein Menupunkt in der althergebrachten Webseite, die nun mit einer zusätzlichen Seitenleiste aufwartet, die sich in 9 Kategorien, von Computer über Handy bis Körperpflege aufsplittet. Insgesamt sind, grob überschlagen, ganze 2300 Artikel gelistet! Nochmals: der größte Elektronikhändler bietet gerade einmal eine kleine vierstellige Anzahl von Produkten zur Verfügung. Ein paar Beispiele die sich im Sortiment finden lassen: 2 Fotodrucker, 7 Tintenstrahldrucker, 6 Blu Ray-Player, 26 Smartphones, 9 Dampfbügeleisen. Die Mühe diese nun mit Amazon zu vergleichen mache ich mir erst gar nicht. Selbst kleinere Shops wie Cyberport, Mindfactory oder Alternate bieten ein vielfaches Mehr an Produktauswahl. Dass Media Markt eine vernünftige Suchfunktion erst gar nicht installierte verwundert nicht, wozu auch? Aber vielleicht können die Preise ja überzeugen. Kurz gesagt: Nicht im geringsten. Von schnell 10 ausgesuchten Artikeln war keiner der billigste am Markt (alles über Geizhals), im Vergleich zu bekannten und gut bewerteten Shop, lagen die Preise ca. 10 Prozent höher. Dazu kommen bei Media Markt auch noch Versandkosten von mindestens 4,99 Euro, Großgeräte schlagen mit zusätzlichen 34,90 Euro zu Buche. Konkurrenzfähig ist das nicht. Der Verweis auf eine Abholung im nahegelegenen Media Markt zeugt von einer Haltung, die das Internet nicht verstanden hat. Wenn ich im Netz etwas bestelle, erwarte ich eine Lieferung, nicht nur bis zu Bordsteinkante, eventuell auch noch einen Anschluss und will es eben nicht einem stationären Geschäft abholen, schon gar nicht zu einem höheren Preis. Die online-Strategie, so sich denn eine als existent erweist ist vorerst gescheitert. Zu wenige Produkte zu hohen Preisen. Das mag für den offline-Käufer funktionieren, aber nicht für den informierten online-Kunden.
ihr habt eine schöne neue Kampagne um euer Ziel die beste Versicherung Deutschlands zu werden. Gut, das ist eh nur Marketing Gewäsch. Aber euren neuen Spot verstehe ich nicht. Nun habt ihr da einen sogenannten "Kundenanwalt". "Er ist eine Stimme des Kunden im Unternehmen.Sie fühlen sich durch eine Entscheidung oder Leistung ungerecht behandelt? Sie konnten auch mit einer Beschwerde kein für Sie nachvollziehbar gerechtes Ergebnis erwirken?" In solchen Fällen soll der Kundenanwalt also helfen. Mal von der rechtlich eher zweifelhaften Frage abgesehen, ob ein angestellter Anwalt nicht dem Brötchengeber verpflichtet ist, warum gibt es diese Position überhaupt. Sollte man als zahlender Kunde nicht per se auf eine vertragstreue Abwicklung des Versicherungsfalles bestehen können. Sollte man nicht auf eine kulante Lösung im Zweifelsfall hoffen? Oder setzt ihr, liebe Ergo, schon voraus, dass ihr Leistungen verweigert und unzufriedene Kunden generiert? Irgendwie will mir so eine Versicherung so gar nicht sympathischer erscheinen und euer Kundenanwalt erinnert mich eher an Marcell D'Avis von 1und1. Was nun kein Lob sein soll.
Ein animierter Kurzfilm von Jacob Frey der den armen Bob einer Hamsterdame hinterherlaufen lässt - um die ganze Welt.(Nach dem Abspann kommt noch was.)
Ich bin nicht der große Egoshooter (oder wie die CDU gerne zu sagen pflegt: Killerspiele), aber für die kalten Winternächte ist das schon akzeptabel. Da Battlefield 3 aufgrund der beschissenen Politik von EA außen vor ist, bleibt das neue Call of Duty Modern Warfare 3 und das sieht doch schon mal ganz spaßig aus.
And now for something completely different: Chalk Ball! Ich, als Casual Zocker nutze das Tablet auch zum gelegentlichen spielen. Mein Lieblingsspiel derzeit ist Chalk Ball. Das ist so einfach, wie süchtig machend. Da ich keine (vernünftigen) Reviews gefunden habe, mal schnell selbst Hand angelegt.
Zwei Artikel zum selber lesen: Vor einer Woche veröffentlichte die Berliner Zeitung einen Artikel über die personellen Verflechtungen inner- und außerhalb des Netzwerks. Die Reaktionen war vorhersehbar: Anfeindungen gegen die vermeintlich linke Presse. Soweit business as usual. Die Autorin Mely Kiyak die in ihrer Kolumne in der Berliner Zeitung gerne mal Rassisten kritisch angeht, hat sich damit regelmäßig auseinanderzusetzen. Zur Folge hat das dann vulgäre, enthemmte und rassistische Kommentare. Sind diese auf den Seiten der Berliner Zeitung nur halbwegs asozial, wird im PI-Forum so richtig vom Leder gezogen. Da kennt der Mob kein Halten mehr. Und natürlich ist Broder, wenn auch indirekt natürlich mit dabei, wenn es darum geht Kritiker einzuschüchtern. Formal mal nicht ausfallend, aber die Drohung mit dem Anwalt darf natürlich nicht fehlen.