ihr habt eine schöne neue Kampagne um euer Ziel die beste Versicherung Deutschlands zu werden. Gut, das ist eh nur Marketing Gewäsch. Aber euren neuen Spot verstehe ich nicht. Nun habt ihr da einen sogenannten "Kundenanwalt". "Er ist eine Stimme des Kunden im Unternehmen.Sie fühlen sich durch eine Entscheidung oder Leistung ungerecht behandelt? Sie konnten auch mit einer Beschwerde kein für Sie nachvollziehbar gerechtes Ergebnis erwirken?" In solchen Fällen soll der Kundenanwalt also helfen. Mal von der rechtlich eher zweifelhaften Frage abgesehen, ob ein angestellter Anwalt nicht dem Brötchengeber verpflichtet ist, warum gibt es diese Position überhaupt. Sollte man als zahlender Kunde nicht per se auf eine vertragstreue Abwicklung des Versicherungsfalles bestehen können. Sollte man nicht auf eine kulante Lösung im Zweifelsfall hoffen? Oder setzt ihr, liebe Ergo, schon voraus, dass ihr Leistungen verweigert und unzufriedene Kunden generiert? Irgendwie will mir so eine Versicherung so gar nicht sympathischer erscheinen und euer Kundenanwalt erinnert mich eher an Marcell D'Avis von 1und1. Was nun kein Lob sein soll.
Da denkt man Montag morgens nichts böses und findet gleich mal eine schöne Liste von Prominenten die sich für die BILD-Bekennerkampagne prostituierten, hergaben, zur Verfügung stellten. Und oh Wunder, das sind fast komplett alles Ärsche, Wichser und Unsympathen. Lediglich für die Schöneberger schäme ich mich ein wenig, die hat nun auch verschissen.
Es kommt ja selten genug vor, dass Werbung aus der Masse der Schlechtigkeit hervorsticht, die letzte an die ich mich positiv erinnere, war Sonys Bravia Spot, der mit Jose Gonzales Heartbeat musikalisch unterlegt wurde:
Mal kurz zur Auflockerung: jetzt hab ich sogar ich mal was entdeckt und zwar das Bernardo Pontecutis Blog Werbung beim Wort genommen. Pontecuti nimmt sich mehr oder weniger auffällige Printwerbung vor und schreibt die jeweiligen Unternehmen an, mit etwas absonderlichen Wünschen oder Anmerkungen. Dass en Dressing nicht schmeckt, wenn die Flasche und nicht der Inhalt auf dem Salat landet, mag logisch erscheinen, nur wie reagiert der Hersteller darauf. Das erinnert ein wenig an Jürgen Sprenzingers "Sehr geehrter Herr Maggi" und ist genauso unterhaltsam.