Star Trek (2009)

Ist der erste Film des reboots ein schlechter Film? Nein.
Ist es ein würdiger Nachfolger? Nein.

Im Grunde ist Star Trek ein Hybrid, einmal ein Film für Fans mit Hinweisen, Andeutungen und Verweisen auf die Originalserie. Das ist sogar charmant und teils witzig. Aber doch sehr konstruiert, nicht zuletzt mit der Verpflichtung Leonard Nimoys, mit dem Gedanken im Hinterkopf inszeniert die alten Fans zu befriedigen.

Der andere Teil stellt das junge Publikum zufrieden, auch mit den collen Sprüchen, den Actionszenen, den ordentlichen Effekten. Formal stimmt alles.
Doch wie so oft bei JJ Abrams und dem Katastrophen-Duo Orci und Kurtzman darf man nicht mal nur eine Sekunde innehalten und nachdenken was man da sieht auf der Leinwand. Das Script ist wieder mal eine Offenbarung an Ignoranz und Schlampigkeit.
Die Figuren sind stereotyp und oberflächlich ausgearbeitet, Szenen teils konstruiert, dass man sich fragt ob sie nicht bald die Naturgesetze außer Kraft setzen. Das Auftauchen von Leonard Nimoy lässt jeden Kaninchen aus dem Hut-Zauberer vor Schamesröte erblassen.
Und ja, das Thema mag durch sein, doch sind die Lensflares die Abrams so massiv einsetzt unglaublich störend.
Erwartbar war natürlich, dass weder Abrams noch Kurtzman oder Orci verstanden um was es in Star Trek geht, dass es eben nie die Weltraumschlachten waren die Star Trek auszeichneten. Wie gehen wir als Menschen miteinander um, die Reise die die Enterprise antrat war nur formal eine in die weiten des Raumes, inhaltlich immer eine zu uns selbst.
Der Zuschauer erhält 2 Stunden Action mit einigen Schauwerten und durchaus gut augelegten Schauspielern, soweit geht das in Ordnung. Der Trekkie erhät eine Aspirin für die Kopfschmerzen die nach dem Film auftreten.