The Midnight After

Vor 10 Jahren ging Lost auf Sendung, eine Serie die Maßstäbe setzte: in Sachen schlampige Figuren und wirrem  Drehbuch, vor allem bezeichnend wenn Autoren sowohl überfordert sind und im Laufe der Zeit die Lust an ihrer Produktion verlieren.
Ein ähnliches Problem hat The Midnight After.
Bis auf eine kleine Gruppe, scheint Hing Kong komplett ausgestorben, neben sporadisch auftauchenden Männern in schwarzen Mänteln und Gasmasken. Dazu gesellt sich eine Epidemie, die Menschen recht unappetitlich dahinrafft.
Fruit Chans Problem ist wie oben angemerkt, er weiß selbst nicht so recht was er mit den Überlebenden anstellen soll, so schwankt er zwischen Horror, Mystery, Comedy und Drama. Wird aber keinem Genre wirklich gerecht.
Einige schöne und lustige Sequenzen, wechseln sich ab mit kruden Schnitten. Eben noch die Trauer über den Vergewaltigungstod einer jungen Frau, bringt die nächste Szene wieder krude Gags. Figuren werden aufgebaut, dann aber wie heiße Wan Tans fallen gelassen. Chan geizt nicht mit Hinweisen, seine Gschichte voranzutreiben, bis ihm nach 2/3 anscheinend die Ideen ausgehen, er irgendwelche Bilder auf die Leinwand zaubert, die fast nichts mit den 90 vorangegangen Minuten zu tun haben. Erst nimmt er seine Figuren ernst, gibt er diese später der Lächerlichkeit preis. Warum sich dann die Mühe überhaupt eine Geschichte erzählen zu wollen? Für ein krudes Genrestück ist The Midnight After zu konventionell, wenig konsequent dazu. Der Schluss ist eine Frechheit, wahrscheinlich hatte das Team keine Lust mehr oder sie mussten mal aufs Klo.
Im Grund ein großes Ärgernis.